Eigentlich Rothenburg – plötzlich Ammersee 🐾🚐
Manchmal sind die besten Pläne die, an die man sich nicht hält.
Unser erster richtiger Ausflug mit Busti sollte uns eigentlich nach Rothenburg ob der Tauber führen. Der Grund war ziemlich unspektakulär: Das Wetterradar sah dort deutlich freundlicher aus als bei uns zuhause.
Also Hunde einpacken, Sachen verstauen und los.
Doch unterwegs kam uns etwas dazwischen.
Der Ammersee.
Und damit war Rothenburg ziemlich schnell vergessen.
Einfach mal am Ammersee bleiben
Über park4night suchten wir spontan nach einer Möglichkeit, mit Busti über Nacht zu stehen, und landeten schließlich in der Landsberger Straße 9 in Dießen am Ammersee.
Der Stellplatz kostete 25 Euro für die Nacht. Bezahlen konnten wir anschließend unkompliziert per PayPal.
Für den ersten spontanen Roadrudel-Stopp also schon einmal ziemlich entspannt.
Damit Busti seinen Platz nicht gleich wieder verlor, kamen zum ersten Mal die beiden California-Stühle und der Campingtisch zum Einsatz.
Platz reserviert. ✅
Busti abgestellt. ✅
Drei Hunde dabei. ✅
Dann konnte unser kleines Abenteuer beginnen.
Erst einmal: See!
Kaum angekommen, ging es natürlich mit Wally, Buddy und Haven Richtung Ammersee.
Und genau dafür haben wir Busti eigentlich gekauft.
Nicht, um möglichst weit zu fahren. Nicht, um möglichst spektakuläre Reiseziele abzuhaken.
Sondern um einfach sagen zu können:
Hier gefällt es uns. Hier bleiben wir.
Mit drei Hunden loslaufen, neue Wege entdecken und später wieder zum Bus zurückkommen.
Genau so hatten wir uns das vorgestellt.
Abendessen für das komplette Rudel
Später machten wir uns noch einmal zu Fuß auf den Weg.
Während für uns Pizza auf dem Plan stand, gab es für Wally, Buddy und Haven unterwegs im Wald das Abendessen.
Die Rollenverteilung bei Roadrudel war damit schon am ersten Abend geklärt:
Die Hunde bekommen ihr Essen im Wald.
Die Menschen holen Pizza.
Busti wartet.
Eigentlich ein ziemlich gutes System.
Dann kam die erste Nacht in Busti
Nach dem Abendessen wurde es ernst:
Wer schläft eigentlich wo?
Für die Hunde war die Sache relativ schnell geklärt.
Haven und Buddy bezogen ihre Plätze unten auf dem Boden von Busti.
Wally machte es sich in seinem Fahrtkörbchen auf dem Sitz bequem.
Und für uns Drei ging es nach oben ins Aufstelldach.
Drei Menschen im Dachbett.
So weit, so gut.
Dann kam allerdings die erste Erkenntnis unserer Roadrudel-Karriere:
Wir hatten keine Kissen dabei.
Und noch besser:
Wir hatten für drei Personen eine Decke.
😂
Campingprofis sehen vermutlich anders aus.
Aber irgendwie ging es.
Und genau solche Dinge sind wahrscheinlich die Geschichten, an die man sich später erinnert.
Roadrudel-Lektion Nr. 1
Für die nächste Fahrt gehören definitiv in Busti:
3 Schlafsäcke und 3 Kissen.
Nicht verhandelbar.
Unsere erste Nacht
Abgesehen von unserer etwas optimistischen Schlafausstattung war die Nacht erstaunlich ruhig.
Auch mit drei Hunden im Bus funktionierte das Schlafen besser, als wir vorher gedacht hatten.
Haven und Buddy unten, Wally auf seinem Platz und wir oben.
Damit war eine unserer größten Fragen nach der ersten Nacht eigentlich schon beantwortet:
Drei Hunde und drei Menschen im California?
Ja. Geht.
Perfekt organisiert?
Noch lange nicht.
Aber dafür haben wir ja noch viele Kilometer Zeit.
Guten Morgen – oder: Warum sind die Scheiben nass?
Am nächsten Morgen zeigte uns Busti gleich die nächste Sache, die wir beim Camping noch lernen müssen.
Die Fenster waren ordentlich angelaufen.
Drei Menschen plus drei Hunde produzieren über Nacht offenbar eine ganz ordentliche Menge Feuchtigkeit.
Also direkt:
Roadrudel-Lektion Nr. 2
Beim nächsten Mal entweder:
Fenster einen Spalt geöffnet lassen
oder
die Standheizung zeitweise laufen lassen.
Mal sehen, welche Lösung sich langfristig bei uns bewährt.
Genau solche Dinge wollen wir bei Roadrudel übrigens festhalten: nicht nur das, was gut funktioniert, sondern auch das, was wir beim nächsten Mal anders machen würden.
Frühstück mit Planänderung Nummer zwei
Eigentlich hätten wir gerne noch gemütlich am Stellplatz gefrühstückt.
Die Wiese war am Morgen allerdings ziemlich nass.
Also wieder alles in Busti verstaut und weiter.
Unser Frühstück gab es schließlich ganz unkompliziert an einem anderen Parkplatz.
Nicht Instagram-perfekt.
Aber Kaffee und Frühstück schmecken unterwegs ohnehin meistens besser.
Und danach ging es langsam wieder Richtung Heimat.
Unser Fazit nach der ersten Nacht mit Busti
Unser erster Trip war weder besonders weit noch besonders spektakulär.
Eigentlich wollten wir sogar ganz woanders hin.
Und genau deshalb war er für uns perfekt.
Wir haben zum ersten Mal erlebt, wie es sich anfühlt, einfach unterwegs zu entscheiden:
Wir bleiben hier.
Wir wissen jetzt, wo die Hunde schlafen können.
Wir wissen, dass drei Menschen oben im Dach schlafen können.
Wir wissen allerdings auch, dass eine gemeinsame Decke und keine Kissen eher zur Kategorie „einmal reicht“ gehören.
Und wir haben gelernt, dass sechs Lebewesen in einem California über Nacht für ordentlich beschlagene Scheiben sorgen können.
Vor allem aber wissen wir:
Das wollen wir wieder machen.
Busti hat seine erste Nacht mit dem Roadrudel hinter sich.
Und wir haben das Gefühl, dass das erst der Anfang war.
🐾🐾🐾🚐
Roadrudel-Check: Ammersee
📍 Ziel: Dießen am Ammersee
🚐 Übernachtung: Stellplatz Alte Landsberger Straße 9
💶 Kosten: 25 € / Nacht
📱 Gefunden über: park4night
💳 Bezahlung: PayPal möglich
🐕 Mit dabei: Wally, Buddy & Haven
👨👩👧 Mit dabei: Manuela, Josefine & Ramon
🌙 Nächte: 1
🛏 Schlafordnung: Haven + Buddy unten, Wally auf dem Sitz, Menschen im Aufstelldach
Was wir beim nächsten Mal mitnehmen:
✅ 3 Schlafsäcke
✅ 3 Kissen
✅ bessere Belüftung über Nacht
Roadrudel-Fazit
Nicht perfekt vorbereitet. Nicht weit weg. Aber genau richtig für den Anfang.
🐾🐾🐾🐾🐾
Und vielleicht ist genau das die erste Regel von Roadrudel:
Nicht jeder gute Roadtrip beginnt mit einem perfekten Plan. Manchmal muss man nur losfahren.

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